Schulung: Objektakquise & Portfolioaufnahme
„Daisy Homes Alanya Schulungsunterlage für Immobilienmakler“
💼 Möchten Sie Ihre Karriere im Immobilienbereich aufbauen?
Diese Schulungsunterlage ist erst der erste Teil unseres 10-teiligen Einarbeitungsprogramms für Makler bei Daisy Homes Alanya. Wenn Sie sich in einem professionellen Team weiterentwickeln und mit attraktiven Immobilien in Alanya, Nordzypern, Istanbul und Mersin arbeiten möchten, heißen wir Sie herzlich willkommen.
1. Ziel der Schulung
Die Aufgabe eines Immobilienmaklers besteht nicht nur darin, Fotos von einem Objekt zu machen und ein Inserat zu schalten.
Ein qualifizierter Makler:
- Analysiert die Immobilie fundiert.
- Ermittelt die tatsächliche Verkaufsmotivation des Eigentümers.
- Bestimmt den realistischen Marktwert.
- Prüft den rechtlichen und technischen Zustand.
- Klärt die konkreten Verkaufsbedingungen.
- Definiert das passende Käuferprofil.
- Erstellt eine zielgerichtete Vermarktungsstrategie.
- Baut eine professionelle Vertrauensbasis zum Verkäufer auf.
- Bewertet die tatsächliche Markt- und Verkaufsfähigkeit der Immobilie.
Das Ziel des Akquisegesprächs ist daher nicht nur die bloße Objektaufnahme, sondern die **Erstellung eines marktgerechten, rechtlich geprüften und verkaufsfähigen Portfolios.**
2. Die Grundregel bei der Objektaufnahme
Ein Makler darf bei der Befragung des Eigentümers niemals wie bei einem Verhör auftreten.
Das Ziel der Fragen ist: **Informationsbeschaffung + Vertrauensaufbau + Verständnis für die Eigentümerziele + Entwicklung der Verkaufsstrategie.**
Ein professioneller Makler sollte:
- Sich Zeit nehmen und Ruhe bewahren.
- Den Eigentümer ausreden lassen und aktiv zuhören.
- Keine unfundierten Aussagen treffen.
- Rechtliche Einschätzungen nicht ohne Prüfung als Tatsachen darstellen.
- Keine unrealistischen Preisversprechen abgeben.
- Niemals Garantien wie „Diese Immobilie verkaufe ich garantiert“ aussprechen.
3. Die 7 Phasen des Akquisegesprächs
Strukturieren Sie das Erstgespräch nach folgenden Schritten:
- Kennenlernen des Eigentümers und Bedarfsanalyse
- Erfassung der Basisdaten der Immobilie
- Prüfung des technischen Zustands
- Überprüfung der rechtlichen Situation
- Festlegung von Preis und Verkaufsbedingungen
- Besprechung von Vermarktung und Maklervertrag
- Zusammenfassung und Festlegung der nächsten Schritte
4. Phase 1 – Kennenlernen des Eigentümers
Das primäre Ziel ist es, den Verkäufer und seine Hintergründe zu verstehen – nicht nur die Immobilie.
Wichtige Fragen:
- Sind Sie der alleinige Eigentümer der Immobilie?
- Wie viele Personen sind im Grundbuch (Tapu) eingetragen?
- Gibt es weitere Miteigentümer oder Partner?
- Sind Sie alleinentscheidungsbefugt bezüglich des Verkaufs?
- Sind alle Miteigentümer mit dem Verkauf einverstanden?
- Was ist der konkrete Anlass für Ihren Verkaufsentschluss?
- Gibt es einen festen Zeitrahmen für den Verkauf?
- Handelt es sich um einen Dringlichkeitsverkauf?
- Haben Sie bereits versucht, die Immobilie selbst zu verkaufen?
- Haben Sie zuvor mit anderen Immobilienmaklern zusammengearbeitet?
- Ist die Immobilie aktuell noch bei anderen Agenturen inseriert?
5. Phase 2 – Erfassung der Immobilie
Basisdaten:
- Wie lautet die genaue Adresse des Objekts?
- In welchem Stadtteil/Ortsteil liegt die Immobilie?
- Wie heißt die Wohnanlage / das Projekt?
- Wie lautet die Blockbezeichnung oder Hausnummer?
- In welchem Stockwerk befindet sich die Wohnung?
- Wie viele Etagen hat das Gebäude insgesamt?
- Wie hoch ist die Netto-Wohnfläche (m²)?
- Wie hoch ist die Brutto-Fläche (m²)?
- Wie viele Zimmer/Schlafzimmer gibt es?
- Wie viele Badezimmer/WCs sind vorhanden?
- Ist ein Balkon vorhanden?
- Gibt es eine Terrasse oder einen Gartenanteil?
- Wie ist die Ausrichtung (Himmelsrichtung)?
- Bietet das Objekt Meerblick?
- Gibt es einen Blick auf den Pool oder den Innenhof?
- Wie ist der Ausblick (Berge, Stadt, Landschaft)?
- Wie alt ist das Gebäude?
- Wann wurde die Immobilie fertiggestellt/übergeben?
- Wurden bauliche Veränderungen oder Renovierungen vorgenommen?
6. Phase 3 – Physikalischer & technischer Zustand
Geben Sie sich nicht mit knappen Angaben wie „3 Zimmer, 100 m²“ zufrieden. Verschaffen Sie sich ein präzises Bild vom Gesamtzustand.
Fragen zum Objektzustand:
- Wird die Immobilie möbliert verkauft?
- Ist das Inventar im Verkaufspreis enthalten?
- Sind die Elektrogeräte im Preis inbegriffen?
- Gehören Einbauküchengeräte zum Lieferumfang?
- Sind Klimaanlagen in allen Räumen vorhanden?
- Welches Heizsystem wird genutzt?
- Wie erfolgt die Kühlung?
- Ist eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung installiert?
- Gibt es einen Wassertank/Reservebehälter?
- Verfügt das Gebäude über einen Stromgenerator?
- In welchem Zustand befinden sich Fenster und Rahmen?
- Wann wurden zuletzt Renovierungsarbeiten durchgeführt?
- Wann wurden die Wände zuletzt gestrichen?
- Gibt es Anzeichen von Feuchtigkeit oder Schimmelbildung?
- Gab es früher Probleme mit Rohrleitungen oder Wasserschäden?
- Gibt es Mängel an der Elektroinstallation?
- Ist die Immobilie derzeit vermietet?
7. Phase 4 – Die Wohnanlage (Anlage & Infrastruktur)
Denken Sie daran: **Käufer erwerben meist nicht nur eine Wohnung, sondern einen Lebensstil.** Die Ausstattung der Wohnanlage ist ein entscheidendes Verkaufsargument.
Fragen zur Wohnanlage:
- Wie lautet der offizielle Name der Wohnanlage?
- Wie alt ist die Anlage?
- Aus wie vielen Blöcken besteht der Komplex?
- Wie viele Wohneinheiten gibt es insgesamt?
- Wie hoch ist das monatliche Hausgeld (Aidat)?
- Wird das Hausgeld monatlich oder jährlich gezahlt?
- Welche Leistungen sind im Hausgeld enthalten?
- Gibt es einen Außenpool?
- Ist ein beheiztes Hallenbad vorhanden?
- Gibt es einen Fitnessraum?
- Stehen Sauna, Hamam oder SPA-Bereiche zur Verfügung?
- Gibt es einen Kinderspielplatz?
- Ist ein 24/7-Sicherheitsdienst vorhanden?
- Gibt es einen Rezeptions- oder Concierge-Service?
- Sind Pkw-Stellplätze (Außenstellplätze) vorhanden?
- Gibt es eine Tiefgarage?
- Versorgt der Notstromgenerator auch die Wohnungen oder nur die Gemeinschaftsflächen?
- Wie professionell arbeitet die Hausverwaltung?
- Sind in naher Zukunft größere Instandhaltungsmaßnahmen geplant?
- Gab es kürzlich eine Erhöhung des Hausgeldes?
8. Phase 5 – Rechtliche Prüfung
SEHR WICHTIG: Ein Makler darf ohne juristische Prüfung niemals verbindliche Zusagen treffen.
Aussagen wie *“Das Grundbuch ist absolut sauber“*, *“Der Verkauf verläuft garantiert reibungslos“*, *“Eine Finanzierung ist sicher“* oder *“Die Staatsbürgerschaft ist garantiert“* sind ohne rechtliche Prüfung strengstens untersagt.
Rechtliche Prüffragen:
- Liegt die Eigentumsurkunde (Tapu) vor?
- Auf wen ist die Eigentumsurkunde ausgestellt?
- Welche Art von Eigentum liegt vor (Kat Mülkiyeti / Kat İrtifakı)?
- Liegt eine Baufertigstellungsbescheinigung (İskan) vor?
- Ist eine Hypothek auf das Objekt eingetragen?
- Gibt es Pfändungen oder gerichtliche Vermerke im Grundbuch?
- Existieren sonstige Dienstbarkeiten oder Vornotierungen?
- Besteht eine laufende Bankfinanzierung auf der Immobilie?
- Bestehen offene Verbindlichkeiten bezüglich des Objekts?
- Gibt es Rückstände beim Hausgeld (Aidat)?
- Sind die Grundsteuern vollständig bezahlt?
- Soll der Verkauf über eine Vollmacht abgewickelt werden?
- Gibt es weitere Miteigentümer oder Erben?
- Sind rechtliche Hindernisse bekannt, die den Verkauf verzögern könnten?
9. Phase 6 – Preisanalyse & Wertermittlung
Einer der größten Fehler von Berufseinsteigern ist es, den Wunschpreis unhinterfragt zu übernehmen: *“Der Eigentümer möchte 250.000 €, also inserieren wir für 250.000 €“*. Das ist keine professionelle Preisberatung. Analysieren Sie zuerst, wie der Preis zustande kommt.
Fragen zur Preisfindung:
- Welchen Angebotspreis stellen Sie sich vor?
- Wie sind Sie auf diesen Preis gekommen?
- Haben Sie Vergleichsangebote in Ihrer Wohnanlage recherchiert?
- Wurde bereits ein offizielles Wertgutachten erstellt?
- War die Immobilie bereits früher auf dem Markt?
- Zu welchem Preis wurde sie zuvor angeboten?
- Gab es bereits ernsthafte Kaufangebote?
- Wie hoch war das höchste Angebot?
- Warum wurde dieses Angebot abgelehnt?
- Besteht Verhandlungsspielraum?
- Was ist Ihre absolute Untergrenze (Mindestpreis)?
- Ändert sich der Preis bei Barzahlung im Vergleich zu einer Ratenzahlung?
- Variiert der Preis, wenn das Inventar ausgeschlossen wird?
- Sind Sie für einen schnelleren Verkauf zu Preisanpassungen bereit?
10. Den tatsächlichen Verkaufspreis ermitteln
Der Angebotspreis im Inserat entspricht selten dem Betrag, den der Eigentümer letztendlich akzeptiert. Halten Sie intern stets folgendes fest:
Angebotspreis: __________
Erwarteter Verkaufspreis: __________
Mindestpreis (Untergrenze): __________
Dokumentieren Sie diese Informationen transparent in Ihrem CRM-System.
🎯 Sie haben die Hälfte geschafft
Unsere Schulungsinhalte sind praxisnah – sie werden in unseren Standorten in Alanya, Istanbul, Mersin und Nordzypern täglich von erfahrenen Maklern angewendet. Jeder neue Mitarbeiter absolviert dieses 10-Modul-Programm mit persönlichem Mentoring.
11. Phase 7 – Verkaufszeitraum
Wichtige Fragen:
- In welchem Zeitraum möchten Sie verkaufen?
- Ist ein Verkauf innerhalb von 30 Tagen erforderlich?
- Können Sie 3 Monate oder länger warten?
- Gibt es einen Stichtag, bis zu dem der Verkauf abgeschlossen sein muss?
- Wenn heute ein potenzieller Käufer ein Angebot macht, könnten Sie direkt verkaufen?
- Was ist Ihr Alternativplan, falls der Verkauf nicht zustande kommt?
12. Bei vermieteten Objekten
- Ist die Immobilie derzeit vermietet?
- Wie hoch ist die monatliche Miete?
- Wann läuft der Mietvertrag regulär aus?
- Ist der Mieter über den geplanten Verkauf informiert?
- Zu welchen Zeiten sind Objektbesichtigungen möglich?
- Wird der Mieter nach dem Verkauf ausziehen?
- Wie ist die Kaution geregelt?
- Wird das Objekt als Kapitalanlage verkauft?
- Liegt eine Kopie des Mietvertrags vor?
13. Historie der Immobilie
Dieser Abschnitt liefert wertvolle Erkenntnisse für die Vermarktung.
Fragen zur Historie:
- Wann haben Sie die Immobilie erworben?
- Was war der damalige Kaufgrund?
- War das Objekt früher vermietet?
- Wurde die Immobilie schon einmal zum Verkauf angeboten?
- Wie lange war sie am Markt?
- Zu welchem Angebotspreis wurde sie inseriert?
- Mit welchen Agenturen haben Sie zusammengearbeitet?
- Warum kam es damals nicht zum Verkauf?
- Gab es ernsthafte Kaufangebote?
- Wie hoch war das höchste Angebot?
- Warum wurde es nicht angenommen?
14. Zielgruppenanalyse
Nach der Objektaufnahme muss der Makler folgende Frage beantworten können: **“Wer ist der ideale Käufer für diese Immobilie?“**
Mögliche Käuferprofile:
- Kapitalanleger / Investoren
- Familien
- Senioren / Ruhestandswohnsitz
- Internationale Käufer
- Inländische Eigennutzer
- Ferienhaussuchende
- Käufer mit Fokus auf Mietrendite
- Luxusimmobiliensuchende
- Ersterwerber
Fragen Sie den Eigentümer: **“Für wen ist diese Immobilie Ihrer Meinung nach am besten geeignet?“** Die Antwort liefert oft wertvolle Ansätze für das Marketing.
15. Vermarktungsrechte & Freigaben
Klären Sie im Voraus genau ab, über welche Kanäle die Immobilie beworben werden darf.
Erforderliche Freigaben:
- Dürfen wir professionelle Fotos erstellen?
- Dürfen wir ein Video-Rundgang aufnehmen?
- Sind Drohnenaufnahmen (Luftaufnahmen) gestattet?
- Dürfen wir das Objekt in Social-Media-Kanälen präsentieren?
- Darf das Objekt auf unserer Website veröffentlicht werden?
- Dürfen wir Werbeanzeigen auf Google schalten?
- Dürfen wir Meta-Werbeanzeigen (Facebook/Instagram) nutzen?
- Dürfen wir Inserate in mehreren Sprachen erstellen?
- Dürfen Besichtigungen mit Interessenten durchgeführt werden?
- Kann ein Schlüssel im Büro hinterlegt werden?
- Dürfen Adresse und Standort im Bildmaterial gezeigt werden?
16. Beauftragung & Konditionen
Wichtige Fragen:
- Arbeiten Sie aktuell mit anderen Maklern zusammen?
- Gibt es aktive Inserate anderer Büros?
- Sind Sie bereit, einen Qualifizierten Alleinauftrag zu erteilen?
- Soll im einfachen Maklerauftrag gearbeitet werden?
- Ist eine Gemeinschaftsgeschäft-Kooperation mit Partneragenturen erwünscht?
- Wie hoch ist die Maklerprovision?
- Wer trägt die Provision?
- Wann ist die Provision fällig?
- Welche Zahlungsbedingungen gelten bei erfolgreichem Verkauf?
- Wird die Vereinbarung schriftlich fixiert?
17. Dokumentenprüfung
Bei der Objektaufnahme sollten alle wesentlichen Unterlagen gesichtet und geprüft werden.
Dokumenten-Checkliste:
- Eigentumsurkunde (Tapu / Grundbuchauszug)
- Angaben zum/zur Eigentümer(n)
- Ausweisdokumente
- Baufertigstellungsbescheinigung (İskan) – falls vorhanden
- Nachweis über Wohnungseigentum (Kat Mülkiyeti/Kat İrtifakı)
- Vollmacht (falls Vertretung vorliegt)
- Mietvertrag (falls vermietet)
- Unterlagen zu bestehenden Grundpfandrechten/Finanzierungen
- Bescheinigung über Hausgeldzahlungen
- Nachweis über Steuerfreiheit/Grundsteuer
- Weitere für den Verkauf erforderliche behördliche Unterlagen
Hinweis: Die erforderlichen Unterlagen können je nach Land, Abwicklungsart und Rechtslage variieren. Holen Sie bei Unklarheiten stets fachkundigen Rat ein.
18. Objektaufnahme – Die 10 goldenen Fragen
Jeder Immobilienmakler sollte mindestens diese 10 Fragen verinnerlicht haben:
- Warum möchten Sie verkaufen?
- In welchem Zeitraum soll der Verkauf erfolgen?
- Welcher Verkaufserlös ist Ihre reale Erwartung?
- Wie viel Verhandlungsspielraum planen Sie ein?
- Sind Grundbuch und rechtliche Unterlagen verkaufsbereit?
- Bestehen Belastungen, Hypotheken oder Dienstbarkeiten auf dem Objekt?
- Arbeiten Sie derzeit mit weiteren Immobilienmaklern zusammen?
- Stimmen Sie unseren Vermarktungs- und Werbemaßnahmen zu?
- Könnten Sie bei einem passenden Angebot heute den Verkauf zusagen?
- Unter welchen konkreten Bedingungen arbeiten wir zusammen?
19. Was Makler bei der Akquise vermeiden müssen
❌ Falscher Ansatz
- „Das verkaufen wir Ihnen garantiert sofort.“
- „Dieser Preis ist absolut top.“
- „Ich habe dafür direkt den passenden Käufer.“
- „Zu dem Preis geht das sicher weg.“
- „Im Grundbuch gibt es bestimmt keine Probleme.“
- „Die Finanzierung klappt garantiert.“
- „Die Staatsbürgerschaft ist damit sicher.“
- „Wir verkaufen das innerhalb einer Woche.“
- „Die Konkurrenzmakler arbeiten alle unprofessionell.“
- „Über die Provision sprechen wir später.“
✅ Professionelle Alternative
- „Lassen Sie uns den Markt analysieren und eine fundierte Wertermittlung erstellen.“
- „Nach Durchsicht der Unterlagen können wir die rechtliche Situation konkret bewerten.“
- „Für dieses Preisniveau definieren wir die passende Käuferzielgruppe.“
- „Den Verkaufszeitraum sollten wir realistisch an die aktuelle Marktlage anpassen.“
- „Mein Anliegen ist es, Ihnen eine transparente und realistische Einschätzung zu geben.“
20. Was nach dem Gespräch vorliegen muss
Nach Beendigung des Termins muss der Makler folgende Daten vollständig erfasst haben:
| Bereich | Erforderliche Informationen |
|---|---|
| Objekt | Welche Immobilie? Wo gelegen? Wie viel m²? Wie viele Zimmer? Ausstattung? |
| Eigentümer | Wer verkauft? Warum wird verkauft? In welchem Zeitraum soll verkauft werden? |
| Preis | Angebotspreis? Reale Erwartung? Schmerzgrenze/Mindestpreis? |
| Rechtliches | Grundbuchstatus? Belastungen/Hypotheken/Pfändungen? Unterlagen vollständig? |
| Marketing | Foto-/Videofreigabe? Werbeerlaubnis? Besichtigungstermine möglich? |
| Auftrag | Vertragskonditionen geklärt? Provisionshöhe? Alleinauftrag schriftlich fixiert? |
21. Selbstreflexion vor der Aufnahme
Vor jeder Objektaufnahme sollte sich der Makler folgende Frage stellen:
„Was sind die 3 stärksten Vorteile der Immobilie?“ — „Was sind die 3 Schwachpunkte?“ — „Wer gehört zur exakten Zielgruppe?“
22. Objektaufnahme-Checkliste
EIGENTÜMER: ☐ Eigentümer verifiziert · ☐ Miteigentümer erfasst · ☐ Verkaufsbefugnis geklärt · ☐ Verkaufsgrund erfragt · ☐ Zeitrahmen ermittelt · ☐ Kooperation mit anderen Maklern geklärt
IMMOBILIE: ☐ Adresse aufgenommen · ☐ Projekt-/Anlagendaten erfasst · ☐ Zimmertyp dokumentiert · ☐ Netto-/Brutto-Fläche erfasst · ☐ Etage notiert · ☐ Ausrichtung/Aussicht vermerkt · ☐ Balkon/Terrasse dokumentiert · ☐ Möblierungsstatus geklärt
WOHNANLAGE: ☐ Hausgeld erfragt · ☐ Gemeinschaftseinrichtungen erfasst · ☐ Stellplatz erfasst · ☐ Sicherheitsdienst notiert · ☐ Notstromgenerator geklärt · ☐ Verwaltung bewertet
RECHT: ☐ Grundbuch eingesehen · ☐ Eigentümerdaten abgeglichen · ☐ Hypotheken geprüft · ☐ Pfändungen/Lasten abgefragt · ☐ Verbindlichkeiten geprüft · ☐ Dokumente gesichtet
PREIS: ☐ Angebotspreis festgelegt · ☐ Reale Erwartung erfasst · ☐ Mindestpreis dokumentiert · ☐ Verhandlungsspielraum definiert · ☐ Zahlungsbedingungen geklärt
MARKETING: ☐ Fotofreigabe erteilt · ☐ Videofreigabe erteilt · ☐ Drohnenaufnahme genehmigt · ☐ Web-Veröffentlichung erlaubt · ☐ Social Media erlaubt · ☐ Werbebudget freigegeben · ☐ Besichtigungsregeln vereinbart
VERTRAG: ☐ Vorkenntnisse über Drittmakler geklärt · ☐ Alleinauftrag/Einfacher Auftrag gewählt · ☐ Provision vereinbart · ☐ Fälligkeit definiert · ☐ Schriftlicher Vertrag unterzeichnet
23. Die Philosophie erfolgreicher Objektakquise
Denken Sie daran: **Nicht jede Immobilie ist ein gutes Objekt.** Ein einfacher Verkaufswunsch des Eigentümers reicht nicht aus, um eine Immobilie ins Portfolio aufzunehmen.
Ein werthaltiges Portfolio basiert auf der Formel: **Motivierter Eigentümer + Marktgerechter Preis + Klare Rechtslage + Zielgerichtetes Marketing + Verkaufsfähige Immobilie.**
Ein überhöhter Angebotspreis oder ein unentschlossener Verkäufer binden wertvolle Ressourcen. Das Ziel lautet daher: **Nicht möglichst viele Objekte aufnehmen, sondern die richtigen.**
24. Die goldene Regel
Der Erfolg eines Immobilienmaklers bemisst sich nicht nur an der Anzahl seiner Inserate. Was zählt, ist: **Wie viele qualifizierte Objekte aufgenommen, professionell vermarktet und erfolgreich abgeschlossen werden.**
Wenn ein Kunde Ihnen seine Immobilie anvertraut, übergibt er Ihnen vor allem eines: **Vertrauen.**
Der Leitsatz für Makler
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Dies war das erste Schulungsdokument unserer 10-teiligen Serie für Immobilienmakler. Kontaktieren Sie uns, um keine der folgenden Einheiten zu verpassen und Teil unseres Teams zu werden.
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